Das Serkyem ist ein rituelles Gefäß der buddhistischen Praxis des Himalaya-Raums. Es wird im Kontext von Dharmapala-Ritualen verwendet und gehört zur Ausstattung von Kloster- und Hausaltären.
Der Begriff serkyem bedeutet „goldener Trank“ und verweist auf die rituelle Bestimmung des Gefäßes. Serkyem-Gefäße dienen der Darbringung von Opfergaben an die Dharmaschützer (dharmapala). Traditionell werden sie mit Tee gefüllt, in bestimmten Praxislinien auch mit alkoholischen Flüssigkeiten, ergänzt durch ungekochte Körner. Diese stehen für die fünf Arten von Getreide, die in der rituellen Ordnung als Gaben des Lebensunterhalts verstanden werden.
Das Serkyem besteht aus zwei separaten Gefäßen: einer größeren unteren Schale und einer kleineren oberen Schale.
Die Schalen sind mit Filigran gestaltet. Feine Drähte wurden spiralförmig gebogen, mit kleinen bogenförmigen Elementen gefüllt und zu fortlaufenden Ornamenten zusammengefügt. In die Filigranstruktur sind farbige Steine eingesetzt, die florale Motive bilden.
Das Serkyem verbindet eine klar definierte rituelle Funktion mit ornamentaler Gestaltung in Filigrantechnik und steht für die handwerkliche Tradition metallener Ritualgefäße des Himalaya-Raums.
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Höhe: 5,5" / 14,2 cm
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Durchmesser: 5"/ 13 cm
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Gewicht: 369 g